PHYSIOTHERAPIE VERSTEHEN

Was ist Physiotherapie?

Physiotherapie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung von Beschwerden und Einschränkungen des Bewegungsapparates sowie weiterer körperlicher Funktionen. Sie verbindet gezielte Behandlung mit aktiver Bewegung und unterstützt Sie dabei, Ihre körperlichen Fähigkeiten und Ihre Selbstständigkeit weiterzuentwickeln.

DIE GRUNDLAGEN

Was macht Physiotherapie konkret?

Physiotherapie untersucht, welche körperlichen Funktionen eingeschränkt sind und wie sich diese auf Ihre Bewegungen und Ihren Alltag auswirken. Dazu gehören beispielsweise die Beweglichkeit von Gelenken, die Kraft der Muskulatur, die Koordination und die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen. Aus den Untersuchungsergebnissen leiten wir die Behandlung ab.


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Untersuchen und einordnen

Wir besprechen Ihre Beschwerden und untersuchen je nach Situation unter anderem Gelenkbeweglichkeit, Muskelkraft, Sensibilität und Koordination. Funktionelle Tests zeigen beispielsweise, wie Sie gehen, sich auf einem Bein stabilisieren oder eine Bewegung unter Belastung ausführen. So erkennen wir, welche Faktoren für die Behandlung relevant sind.


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Behandeln und Bewegung schulen

Abhängig vom Befund kombinieren wir beispielsweise manuelle Techniken mit aktiven Übungen. Eingeschränkte Bewegungen können gezielt mobilisiert, geschwächte Muskulatur trainiert und Bewegungsabläufe neu eingeübt werden. Wir erklären Ihnen, weshalb wir eine Massnahme wählen und wie Sie die Übungen korrekt ausführen.


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Belastung steigern und Fortschritte überprüfen

Wir überprüfen regelmässig, wie sich Ihre Beschwerden und Funktionen verändern. Je nach Ziel steigern wir beispielsweise den Bewegungsumfang, den Widerstand, die Wiederholungszahl oder die Anforderungen an die Koordination. Entscheidend ist, dass die Übungen zunehmend auf konkrete Alltagssituationen, berufliche Anforderungen oder sportliche Bewegungen vorbereiten.

ANWENDUNGSBEREICHE

Wann ist Physiotherapie sinnvoll?

Physiotherapie kommt zum Einsatz, wenn Schmerzen, Verletzungen, Erkrankungen oder Operationen die körperliche Funktion beeinträchtigen. Entscheidend ist nicht allein die Diagnose: Wir untersuchen auch, welche Bewegungen oder Belastungen Schwierigkeiten bereiten und welche Fähigkeiten für Ihren Alltag wieder benötigt werden.


Rücken- und Nackenbeschwerden

Bei Rückenschmerzen kann beispielsweise das längere Sitzen, Bücken oder Heben erschwert sein. Wir untersuchen unter anderem Beweglichkeit, Kraft und die Reaktion auf bestimmte Bewegungen. Die Behandlung kann aus gezielten Übungen, Drucktechniken an der Behandlungsliege, einer angepassten Belastungssteigerung und Strategien für den Umgang mit Beschwerden bestehen.


Gelenk- und Sehnenbeschwerden

Bei Schulter-, Knie- oder Achillessehnenbeschwerden prüfen wir beispielsweise den Bewegungsumfang, die Kraft und die Verträglichkeit bestimmter Belastungen. Darauf aufbauend werden Bewegungen geübt und die Belastung schrittweise angepasst – etwa beim Treppensteigen, Überkopfarbeiten oder Laufen.


Nach Verletzungen und Operationen

Nach einer Kreuzbandverletzung oder Knieoperation können Beweglichkeit, Muskelkraft und die Kontrolle des Beins eingeschränkt sein. Die Rehabilitation orientiert sich am Heilungsverlauf und an medizinischen Vorgaben. Übungen entwickeln sich beispielsweise vom kontrollierten Bewegen über Krafttraining bis zu Lauf- und Sprungbelastungen, sofern diese wieder geeignet sind.


Bei eingeschränkter Bewegung und Selbstständigkeit

Wenn Gehen, Aufstehen, Gleichgewicht oder alltägliche Bewegungen schwerfallen, untersuchen wir die dafür benötigten Teilbewegungen. Je nach Ursache können beispielsweise Krafttraining, Gleichgewichtsübungen und das gezielte Üben von Transfers oder Gangabläufen Teil der Therapie sein.


Nicht jede Beschwerdesituation benötigt dieselbe Behandlung.

Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Ursache, dem Untersuchungsbefund, dem Heilungsverlauf und Ihren persönlichen Zielen ab. Bei Hinweisen auf eine Erkrankung, die weitere medizinische Abklärung erfordert, ist diese vorrangig.

UNSER THERAPEUTISCHES VORGEHEN

Von der eingeschränkten Bewegung zur gezielten Belastung

Wenn Schmerzen oder funktionelle Einschränkungen eine Bewegung erschweren, versuchen wir zunächst, diese wieder zu ermöglichen. Häufig beginnt die Behandlung deshalb mit passiven Techniken an der Therapieliege. Darauf folgt der Übergang zu selbst ausgeführten Bewegungen und schliesslich zum gezielten Belastungsaufbau.
Welche Phasen notwendig sind und wie lange sie dauern, richtet sich nach dem Untersuchungsbefund und Ihrer individuellen Situation.

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Bewegung ermöglichen

Ist eine Bewegung eingeschränkt oder schmerzhaft, können wir zunächst passive Techniken einsetzen. Dazu gehören beispielsweise gezielte Mobilisationen von Gelenken und Weichteilen. Wir prüfen anschliessend, ob sich die Bewegung verändert hat und welche aktive Bewegung nun möglich ist.


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Bewegung selbst übernehmen

Anschliessend führen Sie die Bewegung zunehmend selbst aus: zunächst bei Bedarf mit Unterstützung, danach aktiv und kontrolliert. Wir achten beispielsweise darauf, ob Sie einen neu gewonnenen Bewegungsumfang selbst erreichen, ein Gelenk stabilisieren oder eine Bewegung ohne ausgeprägte Ausweichbewegungen ausführen können.


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Bewegung belastbar machen

Wenn Sie eine Bewegung ausreichend kontrollieren können, steigern wir die Anforderungen. Je nach Ziel kommen zusätzliche Widerstände, grössere Bewegungsumfänge, höhere Geschwindigkeiten oder komplexere Bewegungsaufgaben hinzu. So bereiten wir Sie gezielt auf Anforderungen wie Treppensteigen, Heben, längeres Gehen oder sportliche Belastungen vor.

Ein Beispiel aus der Praxis

Nach einer Knieverletzung kann zunächst die Streckung des Kniegelenks eingeschränkt sein. Wir versuchen, die Bewegung wieder zu ermöglichen, lassen Sie die Streckung anschliessend selbst ausführen und trainieren schrittweise die Kontrolle des Beins. Später können beispielsweise Kniebeugen, einbeinige Übungen und – sofern angezeigt – Sprungbelastungen hinzukommen.

Mehr über unseren physiotherapeutischen Ansatz

AKTIV MITWIRKEN

Was können Sie selbst zur Therapie beitragen?

In der Physiotherapie schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für eine bessere Bewegung. Damit Sie diese auch ausserhalb der Praxis nutzen können, ist Ihre aktive Mitarbeit entscheidend.
Sie erhalten Übungen und Empfehlungen, die zu Ihrem Befund und Ihrem aktuellen Belastungsniveau passen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel zu trainieren, sondern die richtigen Bewegungen regelmässig und in einer angemessenen Dosierung auszuführen.

Übungen regelmässig durchführen

Wiederholen Sie die vereinbarten Übungen in der empfohlenen Häufigkeit. So können Sie Bewegungsabläufe festigen und die in der Behandlung erarbeiteten Fähigkeiten selbstständig nutzen.

Belastung passend dosieren

Achten Sie darauf, wie Ihr Körper während und nach einer Übung reagiert. Entscheidend sind nicht nur die Beschwerden im Moment, sondern auch deren Verlauf und Ihre Belastbarkeit in den folgenden Stunden und Tagen.

Rückmeldung geben

Teilen Sie uns mit, welche Bewegungen leichter werden, wo Schwierigkeiten auftreten und wie Sie die Übungen vertragen. Anhand dieser Rückmeldungen und unserer Untersuchung passen wir die Behandlung an.

IHR NÄCHSTER SCHRITT

Sie möchten Ihre Beschwerden gezielt angehen?

Wir untersuchen Ihre Beschwerden, besprechen Ihre Ziele und entwickeln gemeinsam ein passendes Vorgehen. Vereinbaren Sie einen Termin an unserem Standort in Neftenbach oder Steinmaur.

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